Am für 5. Juni ein Nein zur Expo2027, weil…

...die Expo2027 ein Fass ohne Boden ist – Milliardenausgaben sind die Folge. Die Verantwortlichen rechnen im Moment mit Kosten von 1,5 – 2 Milliarden Franken für eine Expo für einen Sommer. Der Bund wird davon höchstens 1 Milliarde oder 50 Prozent der Gesamtkosten bezahlen. Der Rest müssen die Trägerkantone und Private bezahlen. Somit trägt der Steuerzahler fast alle Kosten (auch der Bundesanteil besteht aus Steuergeldern). Wie die letzte Expo im Jahr 2002 gezeigt hat, stiegen die Kosten laufend an.


...ein Anlass dieser Grösse sehr grosse Auswirkungen auf die Umwelt, den Verkehr und die Landschaft hat. Ein Anlass in einem Sommer mit 10 oder mehr Millionen Besucherinnen und Besuchern bedeutet viel Mehrverkehr, Umweltbelastung, Abfall, etc. Aufgrund der strengen Bau- und Umweltvorschriften wird es schwierig sein, dass Bauten nicht nur temporär aufgestellt werden dürfen. Die Nachhaltigkeit wird stark bezweifelt. Nachhaltiger Aufschwung für Gewerbe und Tourismus setzt auf Kontinuität und Innovation.


...weil die Idee einer Landesausstellung zwar Tradition hat, aber in Zeiten entstanden ist, in denen Reisen und Kommunizieren viel schwieriger war. Die erste Landesausstellung fand 1883 in Zürich statt. Es folgten Landesausstellungen 1896 in Genf, 1914 in Bern, 1939 in Zürich, 1963 in Lausanne und 2002 in der Region Murten-Biel-Neuenburg-Yverdon. Die Besucherzahl war zudem im Jahr 1939 grösser als im Jahr 2002 (obwohl die Schweiz damals viel weniger Einwohner hatte).


...weil massive Steuererhöhungen und Sparprogramme in Bildung, Sicherheit und Gesundheit die Folge sein werden. Der Kanton St.Gallen steht nach drei Sparpaketen immer noch vor grossen finanziellen Herausforderungen. Zwar hat die letzte Rechnung positiv abgeschlossen, aber bereits zeichnen sich neue finanzielle Grossaufgaben wie die steigenden Ausgaben im Asylbereich oder 200 Millionen Franken für eine Deckungslücke bei der Pensionskasse des Staatspersonals ab.